Am
Kempelen
Park

Der Kempelenpark liegt im Kretaviertel östlich des Sonnwendviertels und zählt zu den größten ZWISCHENNUTZUNGSAREALEN Wiens. Seit zwei Jahren ist der ehemalige Siemens Campus öffentlich zugänglich und hat sich zu einem umtriebigen Standort für Bildung, junge Unternehmen sowie für ökologische und soziale Pionierprojekte entwickelt. 

Das Areal bietet ein breites Spektrum an Raumangeboten und Nutzungsmöglichkeiten und schafft mit flexibler VERMIETUNG und kooperativer Raumvergabe eine Kultur des Ermöglichens und des Ausprobierens. 

Der Kempelenpark versteht sich als Teil des traditionellen Kretaviertels und fördert nachbarschaftsübergreifende Aktivitäten und Kooperationen. Er steht als Erholungsraum und Treffpunkt offen und lädt mit VERANSTALTUNGEN und Projekten zur Nutzung und Teilhabe ein.

Von Drahtseilen über IT-Forschung zum Schulungscampus

Bevor Siemens Mitte der 1980er Jahr an der Quellenstraße 2, nahe der Ankerbrotfabrik einen Campus für IT-Forschungs-& Entwicklung errichtete, befand sich auf dem 5ha großen Areal hinter dem Arbeiterviertel Kreta ein Kabel- und Drahtseilwerk des deutschen Stahlunternehmens Felten & Guilleaume.

Nach der Übernahme durch Siemens Anfang der 80er Jahre wurde das Werk stillgelegt und jener Bürokomplex errichtet, der heute den Kempelenpark architektonisch und baulich dominiert. Der zweiteilige Büro-Großbau mit 32.000m2 Nutzfläche samt externer Betriebskantine und anderweitigen Nebengebäuden (mit weiteren 6.000m2 Nutzfläche) wurde im Ensemble mit einer großzügigen Campus-Grünanlage geplant und 1986 fertig gestellt. 

Ab 2009 ist Siemens schrittweise vom Standort im 10. Bezirk an den Zentralstandort Siemens City Wien übergesiedelt. Derzeit fungieren große Teile der Bürobauten als Schulungs- und Beratungs-einrichtungen für Beruf

und Weiterbildung. Diese neue Nutzung zeigt die funktionalen Qualitäten dieser ehemals High-End-Büroarchitektur aus den 80er Jahren: flexible Wandmodule, solide Bauqualität und die großzügige Erschließung haben die Adaptierung zu Schulungsbetrieben ohne größere Baueingriffe möglich gemacht und lassen bis zu einem gewissen Grad auch lager- und transportintensives Gewerbe zu.

Das HAWI & ein Park für die Nachbarschaft

2016 war der Kempelenpark mit dem Flüchtlingswohnprojekt HAWI (tnE Architects) in der Biennale in Venedig vertreten. Im Rahmen dieses außergewöhnlichen Projekts, in dem Studierende und junge Flüchtlinge gemeinsam zwei Bürogeschoße bewohnten, wurden auch die Campus-Grünanlage und der Vorplatz an der Quellenstraße neugestaltet. Der Kempelenpark – so der neue Name für diese Freiräume - steht seither inklusive einem offenen Stadtraum der Öffentlichkeit zur Verfügung. Mit dem inzwischen beachtlichen Großbaumbestand stellt der Kempelenpark eine wichtige Grün-Oase in der dichtverbauten Nachbarschaft dar.


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